Recht | Arzthaftung | Schmerzensgeld

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Vorab: Ihre Fragen zur Corona-Krise

Wir beantworten häufig gestellte Fragen zur Auswirkung von Corona-Krise und Covid-19 auf Schmerzensgeld am Ende dieser Seite. Bei Interesse scrollen Sie bitte nach unten.

Schmerzensgeld ist in Deutschland noch immer viel zu niedrig

Obwohl Ärzte und Krankenhäuser für Behandlungsfehler versichert sind, legen sie geschädigten Patienten Steine in den Weg

Liebe Patienten,

liebe Opfer von Behandlungsfehlern, Kunstfehlern und Ärztepfusch,

 

eigentlich ist die Rechtslage ganz klar: Wer einen anderen verletzt, muss ihm Schmerzensgeld bezahlen. Die Frage ist nur, wie viel?

 

Eines vorweg: Unserer Meinung nach sind die Schmerzensgeldbeträge, die die deutschen Gerichte ausurteilen noch immer viel zu gering! Für ein fehlerhaft gezogenen Zahn z. B. erhalten Sie nur etwa 1.000,- €. Dass Sie Ihr Gebiss täglich für die Verarbeitung der Nahrung benötigen, also für das, was sie am Leben erhält, wird dabei völlig außer Acht gelassen. Sie haben ja genug Zähne...

 

Wenn man Ihnen fehlerhaft ein Bein (oder versehentlich das falsche Bein) amputiert, bekommen Sie schon mehr, nämlich je nach den Umständen um die 100.000,- bis 200.000,- €. Mit der Argumentation, dass Sie mit nur einem Bein Ihrem Beruf nicht mehr nachgehen können, werden Sie im Rahmen des Schmerzensgeldes nicht gehört. Denn wenn Sie auf Grund der fehlerhaften Amputation kein Lohn oder Gehalt mehr erzielen können, so ist diese als Sachschaden zu beziffern und wird als Schadensersatz berücksichtigt (lesen Sie unser Beispiel eines Profi-Fußballspielers unter Schadnesersatz).

 

Das höchste Schmerzensgeld erhalten Kinder, die auf Grund eines Fehlers im sogenannten Geburtsmanagement der Ärzte für den Rest ihres Labens schwerst behindert sind. Solche Kinder haben ofte eine Lebenserwartung von 40 Jahren und mehr. Im Moment werden den Kindern in solchen Fällen etwa 650.000,- € zugesprochen. Die Erziehungsbverechtihgten verwalten dieses Geld.

 

Die Eltern dagegen gehen in der Regel, soweit es um ein eigenes Schmerzensgeld geht, leer aus. Denn sie selbst wurden ja nicht verletzt. Dies scheint jedoch nicht richtig und wird unter dem Aspekt des Angehörigen-Schmerzensgeldes diskutiert. In vielen europäischen Ländern gibt es ein solches Schmerzensgeld im Falle der Verletzung von nahen Angehörigen, also insbesonderen für Eltern, wenn ihre Kindern schwer verletzt oder getötet werden. In Deutschland noch nicht. Das muss anders werden!

 

Haben Sie Fra­gen? Dann pro­fi­tie­ren Sie doch ein­fach von un­se­rem guten Ruf. Die Te­le­fon­num­mern fin­den Sie oben links.

Mit herz­li­chen Grü­ßen

Ihre

Sa­bi­ne Her­mann, Ul­ri­ke Lu­dolfKers­tin Stepp­ling und Silke Wer­ner

Ihre Patienten­wäl­te in Marl und Dors­ten

 

Fragen und Antworten zur Auswirkung der Corona-Krise

 

Frage: Wie wirkt es sich aus, wenn ich Opfer eines Behandlungsfehlers geworden bin und  jetzt an Corona erkranke.

Antwort: Das ist eine spannenden Frage. Wenn die Covid-19-Erkrankung daraus resultiert, dass Sie nur auf Grund der fehlerhaften Behandlung zum Risikopatienten geworden sind, müsste der Arzt, bzw. die hinter ihm stehende Haftpflichtversicherung, die Auswirkungen dieser Erkrankung als Schadensfolge kompensieren, also Schadensersatz und Schmerzensgeld leisten. Allerdings liegt die Beweislast dafür, dass die fehlerhafte Behandlung Sie im Hinblick auf Corona zum "Vorerkrankten" gemacht hat, bei Ihnen.

Auf der anderen Seite ist es so, dass wenn die Covid-19-Erkrankung nicht durch die fehlerhafte Behandlung mitverursacht wurde, diese schicksalhafte Errkrankung sogar die Kausalkette beenden kann. Das heißt, dass die Beeinträchtigungen, die sie ab der Erkrankung am Virus haben, nicht mehr dem Arzt zugerechnet werden können, da sie auch ohne dessen fehlerhafte Behandlung krank geworden wären.

 

Frage: Wenn ich mit einer "normal" Erkrankung ins Krankenhaus komme und mich dort mit Corona infiziere, habe ich dann Anspruch auf Schmerzensgeld gegen das Krankenhaus?

Antwort: Wenn die Behnandlung Ihrer Erkrankung nicht lebensnotwendig ist, sollten Sie dem Krankenhaus derzeit fern bleiben. Anderenfalls begeben Sie sich freiwillig in die Gefahr einer Ansteckung, willigen also in die Gefahr einer Infizierung ein. Aber auch wenn eine stationäre Behandlung unwbwebdbar ist und Sie sich während des Krankenhausaufenthaltes mit dem Virus anstecken, wird das Krankenhaus (genauer: der Krankenhausträger) grundsätzlich nicht haften müssen, da die Gefahr einer Ansteckung in der Regel als unabwendbar angesehen werden dürfte. Anders sähe es eventuell aus, wenn die Übertragung des Virus auf ein grobes Versäumnis der Angestellten des Krankenhauses zurückzuführen wäre. Allerdings wäre hier zu bedenken, dass die Corona-Krise auch für die Ärzte und Krankenhäuser eine völlig neue und unerwartete Situation darstellt. Das Risiko der Infizierung ist kaum beherrschbar. Wir glauben daher nicht, dass die Rechtsprechung in dieser Situation Raum für einen Behandlungsfehler geben wird. Gerne prüfen wir jeweils im konkreten Fall, ob ein Fehlverhalten vorliegt.

 

 

 

Schnelle Hilfe für Patienten:

hohes Schmerzensgeld umfassender Schadensersatz

Im Arzthaftungsrecht kommen schnell Berge von Akten zusammen, da alle ärztlichen Dokumentationen angefordert und ausgewertet werden. Dies leisten wir für  Mandanten in Marl und Dorsten, sowie im gesamten Kreis Recklinghausen und in NRW. Wir sind für unsere zielstrebige außergerichtliche wie gerichtliche Tätigkeit bekannt. Wir kämpfen für ein hohes Schmerzensgeld und voll umfänglichen Schadensersatz.

Jeder von uns ist Patient.

Und jeder von uns kann schnell Opfer eines Behandlungsfehlers werden. Das hat dann weitreichende Auswirkungen auf unser gesamtes Leben, unsere Familie, unsere Arbeit. Auch die Teilnahme am Straßenverkehr ist oft in Folge einer körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung. Daher haben wir uns neben unseren Fachanwaltschaften im Familienrecht, Arbeitsrecht und Verkehrsrecht auch auf das Arzthaftungsrecht spezialiesiert.

 

Wir lassen Sie nicht allein. Im Falle eines Falles sind wir für Sie da!

 
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